Ein Glück, es… – Passt nicht! von Schmidt Spiele (Rezension)

Passt nicht | Kartenspiel | ab 8 Jahren | 2 bis 6 Spielende | Thomas Weber | Schmidt Spiele | generationentauglich | 

Bei „Passt nicht“ fühle nicht nur ich mich stark an Uno erinnert, sondern auch meine Mitspielenden. 5 bunte Karten auf der Hand, mit dem Ziel diese als Erste loszuwerden und Joker gibt es natürlich auch! Bis hier hin ist das Spielprinzip mehr als bekannt. Doch wie komme ich nun zu den begehrten Punkten? Warum macht es nix, wenn ich sagen kann „Passt nicht“!?

Die kleine Spieleschachtel "Passt nicht!" und die vielen bunten Karten.
Die kleine Spieleschachtel „Passt nicht!“ und die vielen bunten Karten.

 

Das Spiel
Passt nicht
ist ein Kartenspiel von Thomas Weber und bei Schmidt Spiele erschienen. Es ist für 2-6 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden.

Das Ziel von „Passt nicht!“ ist es, möglichst schnell die eigenen Handkarten loszuwerden und dabei noch Punkte in die eigene Auslage spielen zu können. Wir beginnen das Spiel mit 5 Handkarten. In jeder Runde können wir eine Karte auf den Ablagestapel abwerfen, hier muss allerdings entweder die Farbe oder die Zahl passen.

Ein blaue 2 wird auf eine rote 2 gelegt
Ja, die passt!

 

Wir kennen das ja schon. Diese Aktion kommentieren wir immer mit „Passt!“. Oder wir spielen eine unserer Handkarten vor uns aus, die derzeit nicht passend auf dem Ablagestapel platziert werden kann. Das dürfen wir gerne mit „Passt nicht!“ untermalen! Nur wenn wir eine Karte in unsere eigene Auslage gelegt haben, ziehen wir hierfür eine Handkarte nach. Beim Ablegen auf den Ablagestapel wird nicht nachgezogen. Das Spiel endet sofort, so bald jemand am Ende seines Zuges keine Handkarten mehr hat. Sprich, der letzte Spielzug endet immer mit der Ablage einer Karte auf dem Ablagestapel.

Auf dem Stapel liegt eine blaue 2. Der Spielende will eine grüne 5 als nicht passend legen
Die grüne 5 passt nicht auf den Ablagestapel. Mir bringt sie am Spielende vielleicht die 5 Punkte.

 

Bei „Passt nicht“ gibt es Zahlenkarten in 5 Farben mit den Werten von 0-5. Um Punkte zu machen, legen wir Karten vor uns in die eigene Auslage.  Hierfür legen wir gleiche Farben immer auf einen Stapel, so dass die frisch ausgelegte Karte stets die oberste ist. So kann es bei „Passt nicht!“ nie mehr als 5 eigene Stapel geben. Bei „Passt nicht!“ gibt es keinen Bedienzwang, auch wenn ich eine passende Karte für den Ablagestapel hätte, muss ich diese nicht spielen, sondern kann eine nicht passende Karte in meiner Auslage platzieren. So weit so gut. Kommen wir nun zu dem besonderen Kniff. Wenn ich bereits Karten in meiner persönlichen Auslage besitze, muss ich eine wichtige Regel beachten: Wenn in meiner Auslage mindestens eine passende Karte liegt, die auf den Ablagestapel passt, dann darf ich keine Karte in meine Auslage spielen! Ich muss entweder, was bitter ist, eine passende der oberen Karten von meiner Auslage spielen oder ich habe Glück und besitze eine Handkarte, mit der ich den Ablagestapel ebenfalls bedienen kann. Die Gegenspieler versuchen natürlich in den weiteren Runden Karten auf den Ablagestapel zu werfen, die stimmig zu den Karten der anderen Mitspielenden aus deren Auslage passen. Das schmälert dann recht schnell die sicher geglaubten Punkte.

Ein paar Joker gibt es natürlich auch noch, hier darf ich mir entweder die Zahl oder die Farbe wünschen. Die Person nach mir muss entsprechend der Regeln bedienen, ist dies nicht möglich, bleibt der Wunsch auch noch beim nächsten Spielenden bestehen.

Sobald eine Person keine Handkarten mehr hat, werden alle Punkte in der eigenen Auslage gezählt und mit den eventuell verbleibenden Handkarten entsprechend ihres Zahlenwertes verrechnet, ein Joker auf der Hand zählt dabei sogar schmerzliche 10 Minuspunkte. Bei „Passt nicht!“ spielen wir mehrere Runden. Sobald jemand die 50 Punkte erreicht, endet das Spiel.

 

Fazit

Da „Passt nicht“ scheinbar in den Kinderschuhen von Uno daher kommt, ist uns bereits ein Großteil der Regeln schon bekannt. Anfänglich hatte ich nicht damit gerechnet, dass die besondere Mechanik mit der eigenen Auslage, dieses kleine Kartenspiel um so einiges spannender macht. Besonders gefiel mir auch das ständige Abwägen, wie lange soll ich versuchen Karten zu sammeln oder doch lieber meine Handkarten weiter abbauen um vielleicht das Rundenende einleiten zu können.

Kleine Spielfehler zwecks Ablage oder Bedienen aus der eigenen Auslage, absichtlich oder erstmal unbewusst, werden von den wachsamen Mitspielenden gerne aufgedeckt, was zur heiteren Stimmung am Spieltisch beiträgt. Die Übersichtskarten, die uns als Spielhilfe für die Nachziehregel helfen sollten, fanden wir von der Darstellung nicht so gelungen. Wir benötigten sie aber auch nicht wirklich. In der kleinen Schachtel von „Passt nicht!“ steckt ein tolles Spiel, dass für alle Generationen geeignet ist und in jede Tasche passt. Als Einsteiger oder Absacker oder für viele Runden Spielspaß!

 

Bewertung / Test
+ flottes, kleines Kartenspiel
+ für Viel-und Wenigspieler geeignet
+ auch reizvoll für unterschiedliche Altersklassen
– die Kartenfarben Rot & Pink sind nicht gut zu unterscheiden, wurde aber bei der zweiten Auflage behoben

 

(Eine Rezension von Sandra Waesch)


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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiele”

Passt nicht! (2023)

Spielidee: Thomas Weber
Grafik: Daniel Müller
Verlag: Schmidt Spiele
Anzahl der Spielenden: 2-6 Personen
Altersempfehlung Verlag: Ab 8 Jahren
Eigene Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spieldauer: ungefähr 20 Minuten

Generationentauglichkeit: Ja, absolutes Familienspiel