ArcheOlogic | kompetitives Spiel | ab 12 Jahren | 1 bis 4 Spielende | Yoann Levet | HUCH! |
Yoann Levet, der Autor von Turing Machine (Spielbericht), hat es wieder getan. Ein Deduktionsspiel, das alle Hirnwindungen in Wallung bringt. Diesmal soll ich allerdings keinen Code einer Turing-Machine lösen, sondern mich in der Städteerforschung nützlich machen und codierte Karten der antiken Zivilisation entschlüsseln.

Das Spiel
„ArcheOlogic“ erinnert nach dem ersten Blick in die Schachtel an ein Puzzlespiel. Spielsteine verschiedener Formen müssen ins Eckige, genauer gesagt handelt es sich um die Rekonstruktion einer Stadt, die schon längst vergessen ist. Ein bisschen ruft mir der Aufbau der Spielsteine und die quadratische Spielfläche Tetris ins Gedächtnis, nur dass hier die Spielsteine nicht von oben ins Feld fallen, sondern wohl überlegt eingesetzt werden.

Wenn ich ehrlich bin, so ganz kommt das Thema während dem Knobeln und Deduzieren nicht bei mir an. An eine Ausgrabungsstätte zu denken, ist wesentlich weniger wichtig, als die richtigen Fragen zu stellen und damit aussagekräftige Antworten zu generieren.

Alle erhalten ein eigenes Sammelsurium an Material. Das besteht aus Sichtschutzschirmen, dem quadratischen Stadtplan, den Spielsteinen und den Fallenmarkern.
Spielziel ist es, die Stadt passend aufzubauen. Dazu müssen Position und Orientierung der Spielsteine stimmen. Das alles dann gerne noch schneller als alle anderen. Entspannen kann ich bei „ArcheOlogic“ nicht.

Die Schwierigkeit von „ArcheOlogic“ könnt ihr über die Anzahl der Hinweise, die ihr euch zu Beginn des Spiels zur Verfügung stellt, selbst anpassen. Fragen stellt ihr dem Archäoskop. Zum Beispiel, ob der rechteckige Spielstein in Spalte E liegt und wenn ja, welche Anteile davon. Nach und nach erhaltet ihr dann ein immer klareres Bild der gesuchten Stadt.

Doch ihr dürft nicht „auf gut Glück“ eure Fragen stellen, sondern müsst euch auf dem Spielplan mit eurem Zeitzähler weiter bewegen. Die verschiedenen Fragen kosten eine sich unterscheidende Menge an Zeit. Das ist für mich nur logisch, denn eine genauere Frage zu stellen, kostet mehr Ausgrabungszeit. So ändert sich auch immer wieder die Spielreihenfolge, da immer die Person an die Reihe kommt, deren Zeitzähler das Schlusslicht bildet.
Fazit
Für Fans von Deduktionsspielen ist „ArcheOlogic“ auf jeden Fall eine spannende Empfehlung. Beim generationenübergreifenden Spielen sehe ich jedoch Einschränkungen: Je nach Mitspielenden muss sehr schnell deduziert werden, sonst ist das Spiel schon zu Ende, bevor es überhaupt angefangen hat. Die Fallenmarker erfordern einen präzisen Pinzettengriff. Eine gute Sehfähigkeit ist außerdem wichtig, um die recht klein geratenen Symbole zu erkennen.
Je nach Schnelligkeit der Gehirnwindungen der Mitspielenden, kann sich „ArcheOlogic“ schon ziemlich lange hinziehen, bis ihr wieder an der Reihe seid. Dann löst plötzlich jemand, das fühlt sich schon mal überrumpelnd an. Im Solospiel habt ihr den Vorteil, dass ihr in der euch angenehmsten Geschwindigkeit knobeln könnt.
Falls ihr nicht genug bekommen könnt, dann schaut euch die App an. Dort findet ihr tägliche (!) Herausforderungen. Viel Spaß beim Knobeln!
Bewertung / Test
+ Solovariante vollwertiges Spiel
+ niedrigschwelliger Einstieg
+ Rätseln ist herausfordernd
+ hoher Wiederspielreiz
+ anpassbarer Schwierigkeitsgrad
– je nach dem lange Downtime
– Sichtschutz nicht stabil, fällt um
– wird frustig für langsamere Personen
– Archäoskop ist öfter aus den Händen gefallen oder verrutscht
(Eine Rezension von Christine Ketterer)

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Die folgende Bewertung erfolgt innerhalb der Kategorie:
“Familienspiele”
ArcheOlogic (2023)
Spielidee: Yonna Levet
Grafik: Pauline Detraz
Verlag: HUCH!
Anzahl der Spielenden: 1-4 Spielende
Altersempfehlung Verlag: ab 12 Jahren
Eigene Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Spieldauer: 40 Minuten
Generationentauglichkeit: Beim generationenübergreifenden Spielen sehe ich Einschränkungen: Je nach Mitspielenden muss sehr schnell deduziert werden, sonst ist das Spiel schon zu Ende, bevor es überhaupt angefangen hat. Die Fallenmarker erfordern einen präzisen Pinzettengriff. Eine gute Sehfähigkeit ist außerdem wichtig, um die recht klein geratenen Symbole zu erkennen.